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    Playlist Februar 2023

    Von Crosses bis Tashi Dorji

    Beitrag von Anne
    26.01.2023 — Lesezeit: 4 min
    Playlist Februar 2023

    Ihr habt sicher auch schon mitbekommen, wie viel gute Musik im Moment rauskommt, oder? Es ist wirklich ein Traum! Gemeinsam mit meinen beiden Lieblings-Musikfans habe ich mal versucht, ein bisschen Ordnung reinzubringen und daraus die Playlist Februar 2023 erstellt. Von Crosses bis Tashi Dorji und von Desert Wave bis The Ocean. Please enjoy!

    Die fertigen, abspielbaren Listen für Spotify und iTunes findet Ihr wie immer unter den Videos und unseren Anmoderationen. Ich beginne heute mal mit den drei Songs, die Valentin beigesteuert hat und übergebe das Wort an dieser Stelle direkt an ihn:

    Desert Wave – "Venus Chains" vom Album "Deafening Silence"

    "Ich bin froh, dass ich Desert Wave entdeckt habe. Die Herren Enrico 'Burton' Dalla Pozza, Luca 'Logan' Adamati, Andrea 'Drugo' Vetri aus Vicenza in Italien machen psychedelischen Stoner Rock wie ich ihn mag. Wenn Euch Bands wie King Buffalo und My Sleeping Karma auch gefallen und ihr Kyuss vermisst, solltet ihr euch das hypnotische zweite Werk der Band nicht entgehen lassen! Ich habe mich für den Song "Venus Chains" entschieden, der sofort mitreißt."

    Crosses – "One More Try" (Single)

    "Auch in dieser Liste haben wir mal wieder einen Song von Crosses aus Los Angeles, die mit Chino Moreno und Shaun Lopez mittlerweile nur noch ein Duo sind. Zwar gab es leider in letzter Zeit kein komplettes Album mehr, dafür aber immer wieder EPs und Singles — diesen Monat sogar eine ganz besondere, denn es handelt es sich um eine Cover-Version von George Michaels 'One More Try' mit etwas Twin-Peaks-Feeling. Hört sie Euch an. Der Song tut echt gut."

    KALEO - "Brother Run Fast" vom aktuellen Album "Surface Sounds"

    "Last but not least muss ich Euch noch die sehr erfolgreichen KALEO aus Mosfellsbær in Island empfehlen, die viele vielleicht von ihrem Hit 'Way Down We Go' kennen. Offenbar habe ich diese Band unterschätzt. Sehr schöne, hoffnungsvolle und auch traurige Musik mit einer ganz tollen Stimme von Jökull Júlíusson. Dass KALEO im Jahr 2017 Vorband der Rolling Stones waren, wundert mich nicht. Ich empfehle Euch 'Brother Run Fast' vom letzten Album 'Surface Sounds' von 2021. Es lohnt sich auf jeden Fall mal wieder das komplette Album."

    The Ocean – "Preboreal" (Single)

    Weiter geht es mit Matzes Songs. Dieser hier gefällt mir besonders gut.

    "The Ocean haben mir schon mehrere persönliche Alben des Jahres geliefert, zuletzt 2020 mit 'Phanerozoic II'. Jetzt erscheint fast aus dem Nichts eine neue Single – noch ohne Kontext, wie z.B. der Ankündigung eines neuen Albums. Ich liebe den Song. Er startet mit einer elektronischen Sequenz, die sich im Hintergrund durch den ganzen Song zieht. Dazu kommt der bewusst monotone Gesang von Loic, diesmal ohne Screams und vielschichtige Instrumentalisierung von Hörnern bis Metal-Gitarren."

    Periphery - "Wildlfire" vom Album "Periphery V: Djent is not a Genre"

    "Ich fang mal so an: es gibt Menschen, die Djent als Musikgenre bezeichnen. Ein Genre, von dem ich bis vor einem halben Jahr noch nichts gehört habe. Jeder Fan harter Musik kennt Bands aus dieser Ecke: Meshuggah und TesseracT sind gute Beispiele. Periphery aus Bethesda, USA haben jedoch mit ihrem Albumtitel vollkommen recht. Der Begriff 'Djent' bezeichnet eigentlich den für diese Art Musik prägenden, abgedämpften Gitarrenakkord. In ihrem Song 'Wildfire' kombinieren sie dieses Element erfolgreich mit klassischen Metalcore-Bestandteilen."

    Massa Nera – "An Endless Cycle // I was More Than the Weight of My Work" vom Album "Derramar | Querer | Borrar"

    "Ausnahmsweise hab ich mal einen Anspieltipp für Euch, der nicht aus dem aktuellen Monat stammt. Er ist mir im letzten Monat durchgerutscht und ich wurde durch einige der zahllosen Jahres-Best-of-Listen darauf aufmerksam. Massa Nera aus New Jersey spielen einen Post-Rock-Sound, der mich ein bisschen an frühere, rohere Zeiten des Genres erinnert – kombiniert mit Scream-Vocals, die in Richtung Post-Punk gehen."

    Give Up To Failure – "Slow Collapse" (Vorauskopplung vom Album "Cocoon")

    Auch aus meiner Plattenkiste habe ich ein paar Ohrwürmer für Euch vorbereitet. Los geht es mit Give Up To Failure. Der Post-Music-Band aus Polen werdet Ihr hier im Blog noch häufiger begegnen. Bleibt also auf alle Fälle dran! Damit Ihr Euch darauf einstimmen könnt, teile ich heute den Song "Slow Collapse" mit Euch. Es handelt sich dabei um eine Vorauskopplung vom kommenden Album "Cocoon", das Give Up To Failure für den 10. Februar angekündigt haben. Die Band selbst beschreibt die insgesamt zehn Stücke darauf als Mix aus Einflüssen von Shoegaze über Post-Rock und Post-Metal und Post-Punk bis zu Ambient und Dream Pop. Hier ein Zitat:

    "Alles wirbelt zu einem organischeren und kohärenteren Sound zusammen, der eine neue Klangrichtung in all seiner Pracht zeigt."

    Das liest sich gut, oder? Soll ich Euch was verraten? Es klingt auch gut!

    LO! – "Our Fouling Larder" (Vorauskopplung vom Album "The Gleaners")

    LO! haben Ihr neues Album "The Gleaners" für April angekündigt. Es soll auf Pelagic Records erscheinen und wirft schon jetzt großartige Schatten voraus. Die australische Blackened-Sludge-Band reitet uns mit faszinierenden Riffs in den Abgrund. Wie sieht es mit Euch aus? Jetzt könnt Ihr das Album nicht mehr erwarten, oder? Ich kann Euch nur so viel verraten: Das Warten lohnt sich! In den Playlists unten findet Ihr statt dem hier erwähnten "Our Fouling Larder" die Vorauskopplung "Salting the Earth". So bekommt Ihr noch einen weiteren Einblick.

    An Evening With Knives – "Blackout"

    Das neue An Evening With Knives Live-Album erscheint erst nächste Woche. Damit findet Ihr hier in der Liste erst mal nur eine Preview des großartigen Stücks "Blackout". Die komplexen Songstrukturen, die wir von den Post-Metallern aus den Niederlanden schon von "Sense of Gravity" kennen, sind auch bei der neuen Platte Programm. Freut Euch drauf und jetzt gönnt Euch den Teaser-Clip! Unten in den Listen findet Ihr stattdessen die Vorauskopplung "Levitate".

    Tashi Dorji – "Improvisations for nylon string guitar Part III"

    Musik die Ihr bei Spotify und iTunes nicht finden werdet, stammt von Tashi Dorji. Der Sound des Avantgarde-Musikers aus Asheville, North Carolina hat mich seit einem Konzert letztes Jahr in Berlin nicht mehr losgelassen. Seine neueste Aufnahme hat er mit einer Akustikgitarre aufgenommen. Das Ergebnis ist atemberaubend. Hört aber auf jeden Fall auch unbedingt zum Beispiel mal in "Master of Time" von 2022, um zu erleben, was er mit seiner E-Gitarre anstellt. Als Soundbeispiel in den Playlisten habe ich Euch "Turn! Turn! Turn! 9 / 20 / 18" (Seite A) hinzugefügt. Und hier kommt für Euch die hier erwähnte neue digitale Platte "Improvisations for nylon string guitar Part III". Viel Freude damit!

    Bosco Sacro – "Fountain of Wealth"

    Nochmal Avantgarde, dieses Mal aus Italien. Bosco Sacro haben ihr neues Album "Gem" für den 10. Februar angekündigt. Ich habe es schon gehört und finde es höchst spannend. Daher möchte ich Euch Eure Neugierde gerne ein bisschen anfeuern und teile die Vorauskopplung "Fountain of Wealth" mit Euch. Die Mitglieder des Quartetts musizieren sonst auch mit anderen Projekten: Paolo Monti (The Star Pillow, DAIMON), Giulia Parin Zecchin (Julinko), Luca Scotti (Tristan da Cunha) und Francesco Vara (Tristan da Cunha, Altaj). Sie lassen sich gerne von Visionen von der versöhnlichen Weite der Natur und die heilende Kraft der Bewegung inspirieren. Liest sich das mystisch? Ihrer Musik kann man das sehr gut anhören, finde ich. Ihre Wurzeln liegen in Ambient, Doom und Trip-Hop. Freund⋆innen dieser Genres werden sich daher mit ihrem Sound sehr wohlfühlen.

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